George Square


George Square

Der Entwurf zu dieser Anlage war im Jahr 1766 der erste Schritt zur Bewältigung der Wohnungnot in der Altstadt von Edinburgh.
Mit dem George Square schuf der Architekt James Brown ein frühes Beispiel klassizistischer Stadtarchitektur, bei dem die Wirkung der einzelnen Häuser vor dem Gesamteindruck zurücktritt.
Benannt wurde der Platz, der ein neues Zentrum der Edinburgher Gesellschaft werden sollte übrigens nicht nach dem regierenden Monarchen, sondern nach dem Bruder des Architekten – George Brown.
Hier hatten vornehme Advokaten ihre Wohnungen. In den Salons traf die intellektuelle Elite der Stadt zusammen.
Sir Walter Scott’s Eltern zogen 1772 mit dem damals Einjährigen in das Haus Nr. 25.
In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts musste die Südfront des George Square modernen Universitätsgebäuden weichen, wodurch viel von der ursprünglichen Atmosphäre und Eleganz zerstört wurde.

George Heriot’s Hospital


Lage: Hinter dem Greyfriars Friedhof

Der Stifter des massiven und imposanten Baues, einer Schule für Jungen, war George Heriot, seines Zeichens Goldschmied und Juwelier James‘ IV, der sein Geschäft am Parliament Square hatte.
Heriots Vermögen war derartig groß, dass er einmal vor den Augen des Königs dessen Schuldschein in Höhe von 2.000 Pfund zerrissen haben soll.
Mit einer Summe von 23.000 Pfund finanzierte er den Bau der Schule sowie eines Fundus für die Erziehung armer Waisenknaben.
Mit der Errichtung des Gebäudes wurde im Jahr 1627 unter dem Architekten William Wallace begonnen. Nach dessen Tod 1631 führte William Ayton die Arbeiten fort, die bis zum Jahr 1650 andauerten.

Greyfriars Bobby


Greyfriars Bobby

Greyfriars Bobby († 14. Januar 1872) war ein Hund der Rasse Skye Terrier, der im 19. Jahrhundert im schottischen Edinburgh durch die außerordentliche Treue zu seinem Herrchen bekannt wurde.
Bobby gehörte dem Polizisten John Gray und soll nach dessen Tod im Jahr 1858 den Rest seines Lebens – immerhin 14 Jahre lang – am Grab seines Herrchens auf dem Kirchhof der Greyfriars Kirk in der Edinburgher Altstadt verbracht haben. Angeblich verließ er den Friedhof nur zu den Mahlzeiten im nahe gelegenen „Coffee House“. Es gibt zeitgenössische Berichte, nach denen sich zur Mittagszeit Schaulustige vor dem Friedhof einfanden, um den Hund bei seinem Gang zum Coffee House zu beobachten, zu dem er sich jeden Tag nach Abfeuerung der Ein-Uhr-Kanone aufmachte. Bobby starb im Alter von 16 Jahren und wurde heimlich, da eine Beerdigung von Tieren dort nicht gestattet ist, auf dem Greyfriars Kirkyard beerdigt.
Hundeliebhaber verbreiteten die Geschichte von Bobbys Treue und schmückten sie wohl auch aus – damit griffen sie eine ältere Erzähltradition auf, denn schon in Homers Odyssee wird dem Hund Argos eine ähnliche jahrzehntelange Treue zu seinem Herrchen Odysseus zugeschrieben.
Mehrere Bücher und Filme handeln von Greyfriars Bobby, darunter ein Roman von Eleanor Stackhouse Atkinson (1912) und der darauf basierende Walt-Disney-Spielfilm Greyfriars Bobby – Die wahre Geschichte eines Hundes (Greyfriars Bobby: The True Story of a Dog, 1961). Auch der Lassie-Film Lassie in Not lehnt sich an die rührende Geschichte an.
Im Gegensatz dazu vertritt der Historiker Jan Bodeson von der Universität Cardiff die These, dass Greyfriars Bobby ein Hoax zur Förderung des Tourismus war und dass es sich bei dem Hund in Wahrheit um zwei verschiedene Hunde handelte, von denen keiner John Gray gehört habe.
Schon kurz nach dessen Tod schuf der Bildhauer William Brodie 1872 eine lebensgroße Statue von Greyfriars Bobby, die vor einem Pub vor dem Friedhof Greyfriars Kirkyard in Edinburgh dem treuen Hund ein Denkmal setzte. Weiterhin wurde vor der Kirche an der Stelle, an der Greyfriars Bobbys Grab vermutet wird, ein Grabstein mit der Inschrift „Let his loyalty and devotion be a lesson to us all“ (Lasst seine Treue und Ergebenheit uns allen eine Lehre sein) errichtet. Auch bei Friedhofsführungen des Greyfriars Bobby Walking Theatre oder des Greyfriars Kirkyard Trust wird an den Hund erinnert.

2016 schrieb der Komponist Sven Hellinghausen das Orchesterstück „Greyfriars Bobby – Die Geschichte einer bedingungslosen Liebe“ für sinfonisches Blasorchester.

Quelle: Wikipedia

 

Greyfriars Kirk


Greyfriars Kirk

Die heutige Kirche wurde auf den Grundmauern eines Franziskanerkloster aus dem 15. Jahrhundert errichtet und stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Der in der Zeit von 1612 bis 1614 entstandene Bau wurde 1721 durch eine Mauer geteilt. Zudem wurden an seiner Westseite zwei Flügel angebaut.
Bei der Restauration der Kirche im Jahr 1936 wurde ihre ursprüngliche Form wieder hergestellt.
Der Historiker William Robertson war hier Pfarrer, ehe er 1762 zum Prinzipal der Edinburgh Universität ernannt wurde.
Im Jahr 1638 war die Greyfriars Kirk Schauplatz der Unterzeichnung des National Convenant.
Als König Charles I. versuchte, Schottland die Hierarchie und Liturgie der anglikanischen Kirche aufzuzwingen, formierten sich führende Männer aus Adel, Bürgertum und Geistlichkeit und riefen zum Aufstand.
Mit der Unterschrift unter die Convenanter Resolution erklärten sie sich bereit, den presbyterianischen Glauben und damit die Freiheit und Unabhängigkeit der schottischen Kirche bis zum Äußersten zu verteidigen.
Kriegerische Auseinandersetzungen mit England, blutige Schlachten und grausame Exzesse auf beiden Seiten waren die Folge.
1679 wurden 1.400 gefangene Convenanter für fünf Monate auf dem Friedhof der Kirche festgehalten – obdachlos und schlecht ernährt.
In der nordöstlichen Ecke des Friedhofs ist all denen, die für ihren Glauben starben, ein Denkmal gesetzt: Das Martyr’s Monument
Kunsthistorisch von Bedeutung sind vor allem die große Anzahl prachtvoller Grabdenkmäler. Begraben liegen hier viele bekannte Edinburgher Persönlichkeiten, so der Architekt William Adam, der Dichter Allan Ramsay und der Architekt James Craig.
Vor dem Eingang zum Friedhof, am Ende der Candlemaker Row, steht an einem gusseisernen kleinen Brunnen die Statuette eines Terriers, ein sentimentales Andenken an Greyfriars Bobby, einen treuen Hund, der bis zu seinem Tod 14 Jahre lang das Grab seines Herrn bewachte.

Magdalen Chapel


Magdalen Chapel

Die kleine Kapelle, heute Hauskapelle der Herriot Watt University, und das dazugehörige Hospital, wurde im Jahr 1547 von der Gilde der Hammerschmiede errichtet.
Der Turm und der der Giebel über dem alten Portal, der das Gildezeichen trägt, stammen aus späterer Zeit. Sie wurden erst im frühen 17. Jahrhundert hinzugefügt.
Nach der Reformation diente die Kapelle hauptsächlich als Treffpunkt der Gilde.
Eine Längs- und eine Querseite sind mit dunklem Holz vertäfelt. Diese Vertäfelung besteht aus drei übereinander liegenden, geschnitzten Arkadenreihen, in deren Bögenzwischenräumen die Namen der Spender eingetragen sind – zusammen mit Datum und Spendensumme.
Kunsthistorische Bedeutung erlangte die Kapelle durch das mittlere bunte Glasfenster, das als einziges vor der Reformation entstandenes Glasfenster in Schottland erhalten blieb. Hier zeigen vier in leuchtenden Farben gehaltene Medaillons die Wappen von Schottland, der Marie von Guise und der Gründer der Kapelle.

Traverse Theatre Club


Travers Theater Club

Traverse Theatre Club ist am Ostende des Platzes, versteckt in einem Gebäude zu finden. Hier befand sich in früheren Zeiten eine der bedeutendsten Experimentierbühnen Großbritannien sowie die Wiege des modernen schottischen Theaters.

 

White Heart Inn


White Heart Inn

Das White Hart Inn zählt zu einem der ältesten Gasthäuser Edinburghs und wurde u. a. von Robert Burns und William Wordsworth sowie Naturpropheten, Dichtern der Romantik und Verfechtern des bäuerlichen Lebens aufgesucht.