National Museum of Scotland


Im National Museum of Scotland konzentrieren sich die bedeutendsten und schönsten Zeugnisse der schottischen Geschichte. Die Ausstellungsstücke reichen von prähistorischen Funden über historisch wichtige Gegenstände bis hin zu Materialien aus dem täglichen Leben. Damit dokumentieren sie vielfältige Aspekte des Lebens und der Geschichte Schottlands.

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Scottish National Portrait Gallery


National Portrait Gallery

Lage: Ostende der Queen Street

Als Spiegel der Geschichte einer Nation offeriert die National Portrait Gallery einen historischen Überblick anhand von Porträts geschichtlich bedeutender Schotten.
In der Eingangshalle illustrieren die Gemälde die Entwicklung der nationalen schottischen Highland-Tracht vom 17. bis 19. Jahrhundert.
Die Bilder sind chronologisch angeordnet. Sie beginnen mit der Reformation und deren Folgen im Erdgeschoss. Diese Sammlung setzt sich in der ersten Etage fort. Besondere Beachtung verdient Epsteins Bronzebüste von R. B. Cunninghame Graham.

Calton Hill


Calton Hill

Das Erklettern von Edinburghs Akropolis lohnt sich mehr des Ausblicks wegen als der dort befindlichen Gebäude. Bei den Bauten handelt es sich zum überwiegenden Teil um Kopien von Athener Sehenswürdigkeiten, die den Ruhm und den Anspruch der Stadt als „Athen des Nordens“ demonstrieren sollen. Als Kopie des Lysikrates-Denkmales zeigt sich das Dugald Stewart Monument, das für den schottischen Philosophen im Jahr 1831 von W. H. Playfair errichtet wurde. Der unvollendete Parthenon mit zwölf Säulen war 1822 ebenfalls von Playfair begonnen worden. Er sollte als nationales Monument an die schottischen Gefallenen der Napoleonischen Kriege erinnern. Doch nachdem 1830 die finanziellen Mittel ausgingen, stellte man seine Errichtung ein.
Ebenfalls im Athener Stil erscheinen die städtischen Observatorien von Robert Adam (1774) und William Playfair (1818). Thomas Hamilton ließ an der Südseite des Hügels eine Nachbildung des Theseus- Tempels, die Royal High School (1825 – 1829) erbauen. Diese klassische Einheit wird einzig und allein vom Nelson Monument durchbrochen, das in seiner Form an ein Teleskop erinnert.

Holyrood Abbey


Holyrood Abbey

Von der im Jahr 1128 von David I. gegründeten Abteikirche ist heute nur noch das zerstörte Kirchenschiff erhalten.
In der Abtei wurden unzählige schottische Könige getauft, getraut und begraben.
Die berühmteste Hochzeit fand 1565 statt, als Maria Stuart, komplett in schwarz gekleidet, Lord Darnley heiratete.
Im 16. Jahrhundert wurde die Kirche durch englische Truppen schwer beschädigt, später jedoch wieder aufgebaut. Den endgültigen Verfall besiegelte der Zusammenbruch des Daches im Jahr 1768, der auf zu große Belastungen auf die zehn Jahre zuvor ausgeführten Rekonstruktionsarbeiten zurückzuführen war.
Vom einstigen Bau ist lediglich noch ein normannischer Bogen erhalten. Die Überreste der Ruinen datieren aus dem 13. Jahrhundert.
In Holyrood Abbey liegen David II., James II. und seine Gemahlin sowie James V. und Lord Darnley begraben.

Palace of Holyrood House


Holyrood Palace

Geschichte

Im Jahr 1128 gründete David I. die Augustiner-Abtei von Holyrood. Das dazugehörige Gästehaus wurde von James IV. und dessen Sohn James V. im frühen 16. Jahrhundert zu einem königlichen Palast ausgebaut. Von diesem Gebäude ist nur noch der zwischen 1529 und 1532 erbaute Nordwest-Turm erhalten. In besagtem Turm befinden sich die Gemächer Maria Stuarts, in denen sich am 09. März 1566 der brutale Mord an ihrem Sekretär und Vertrauten David Rizzio ereignete. Marias Ehemann Lord Darnley drang mit einer Gruppe von Anhängern in die Privatgemächer der Königin ein. Seine Leute ergriffen Rizzio und erstachen ihn vor den Augen der Königin. An seiner Leiche wurden später mehr als fünfzig Messerstiche gezählt.
Nachdem Marias Sohn James VI. den Hof nach London verlegte, wurde Holyrood in den nächsten Jahrhunderten nur noch selten als königliches Quartier benutzt. Als im Jahr 1650 Cromwells Soldaten im Palast untergebracht waren, geriet er durch Unachtsamkeit in Brand.
Erst 1671 wurde Holyrood Palace durch Charles II. wieder hergerichtet, der umfangreiche Umbauten und Renovierungen durchführen ließ.

Das Äußere

Der alte Nordwest-Turm wurde, von einigen wenigen Änderungen an der Fassade einmal abgesehen, originalgetreu beibehalten. Am Südende des Palastes wurde ein zweiter Turm hinzugefügt. Beide Türme sind durch einen Mitteltrakt mit aufgesetzter Balustrade verbunden. Das zentrale Eingangsportal ist mit wuchtigen Doppelsäulen und dem Wappen der schottischen Könige, über dem sich eine kleine Kuppel mit der Königskrone erhebt, versehen. Durch dieses gelangt man in einen Innenhof, der von Arkaden umgeben und dreigeteilt ist.

Die Innenräume

Die für Charles II. entworfenen Staatsgemächer, die heute bei ihren Besuchen in Edinburgh von der Königin bewohnt werden, wurden von holländischen Künstlern eingerichtet. Die Schnitzereien an Türrahmen und Kamineinfassungen stammen vom Holzschnitzer Jan Vansantvoor, Deckengemälde und königliche Wappen vom Maler de Wet. Die zahlreichen Stuckverzierungen gehen auf das Konto der englischen Stukkateure Houlbert und Dunserfield.
Den Werken des Malers Jakob de Wet begegnet der Besucher auch in der Gemäldegalerie wieder. Zwei Jahre lang malte er im Auftrag Charles II., die dort ausgestellte Ahnenreihe der Stuarts mit 111 Portraits. Das erste davon stellt als Begründer der Dynastie im Jahr 330 den Stammherren Fergus dar.
Als Vorlage dienten de Wet lediglich einige alte Bilder, die wohl als Inspiration nicht ausreichten, da sich der Maler angeblich zwei Modelle von der Straße holte.
In eben dieser Galerie heiratete die schottische Königin Maria Stuart 1567 ihren dritten Mann den Earl of Bothwell. Charles Edward Stuart gab hier im Jahr 1745 einen großen Ball – ein letztes großes Fest vor der Niederlage der Jakobiten bei Culloden im April 1746. Dieser Ball wird in Sir Walter Scotts Roman „Waverly“ ausführlich beschrieben.
Die historischen Gemächer, die sich im Turm befinden und einst von Maria Stuart und ihrem zweiten Mann Lord Darnley bewohnt wurden, sind nicht mehr original erhalten. Charles II. ließ diese mit Marmorkaminen, holländischen Kacheln und Täfelungen versehen. Nur die Kassettendecken im Audienzzimmer und Schlafgemach der Königin, die die Initialen ihrer Eltern tragen sowie ein Fries, der die Heimkehr James VI. nach Schottland darstellt, stammen noch aus jener Zeit.
An der nördlichen Seite gibt es eine kleine Wendeltreppe, über die einst Rizzios Mörder in das Gemach der Königin eindrangen. Der angrenzende Raum ist der Geschichte nach der Schauplatz des Mordes. Eine winzige in den Boden eingelassene Messingplatte markiert die Stelle.

Cannongate Toolbooth – Huntly House – White Horse Close


Cannogate Toolboth

Huntly House

White Horse Close

Das charakteristische Haus mit den vorspringenden Türmchen und der großen Uhr stammt aus dem Jahr 1591 und diente sowohl als Gefängnis als auch als Rathaus der Gemeinde von Cannongate. Heute gehört es – wie auch das gegenüberliegende Huntly House (1570) zum Stadtmuseum.
Neben dem Toolboth befindet sich der Friedhof der Cannogate Kirk. Hier liegen u. a. Adam Smith, der Dichter Robert Fergusson und Robert Burns erste Liebe, Clarinda, begraben.
Der White Horse Close vermittelt das typische Bild der Stadtarchitektur des 17. Jahrhunderts. Hier befand sich in früheren Zeiten ein Gasthof mit Ställen, die etwa 100 Pferden Platz boten. Die Postkutschen in Richtung Newcastle und London fuhren von diesem Close ab.

John Knox House


Ob der große Reformator tatsächlich bis zu seinem Tod im Jahr 1572 in diesem Haus an der High Street gelebt hat, ist bis heute umstritten. Fest steht lediglich, dass das Gebäude zu einem der wenigen original erhaltengebliebenen Häuser des 16. Jahrhunderts zählt. Es verfügt über eine Holzgalerie, eine Außentreppe und überhängende Stockwerke. An den Wänden der Innenräume sind im Putz Austernschalen eingelassen, da die in früheren Zeiten als preiswertestes Material für die Festigung des Putzes galten. Gleichzeitig schrieb man ihnen magische Kräfte zur Abwehr böser Geister zu.
In Schaukästen sind Faksimile der berühmten Schriften von John Knox ausgestellt. Zu ihnen gehören u. a. „History of Religion within the Realme of Scotland“ sowie das bekannte Pamphlet gegen das monströse Regiment der Weiber.
Anhand von zeitgenössischen Briefen und Bildern wird die Geschichte und der Hintergrund der Reformation näher erläutert.